„Leben an der Rheingrenze“ widmet sich zwei Familien, die in der Zeit von 50-280 nach Christus an der Rheingrenze lebten. Da liegt es nah, dass im Verlauf der Geschichte viele Menschen auf- und auch wieder abtreten. Die meisten römischen Familien hatten viele Kinder, die Namen in einer Familie waren ähnlich, und die Lebenserwartung niedriger als heute. Hinzu kommt, dass Angehörige der Armee und ihre Familien mobil sein mussten, so treffen wir einige Personen an verschiedenen Orten. Der Stammbaum oben und die Angaben zu den Kapiteln sollen den Einstieg erleichtern.

Die Rheingrenze (50-68) und Vier-Kaiser-Jahr und Bataver-Aufstand (68-72)

Generation 1
Marcus Prunus Aliter (12-90), Offizier der legio I Germanica in Bonn, Prunus – Pflaumenbaum, Aliter – ein anderer
Pumella Pulchra (20-90), Aliters Frau – die schöne Pumella
Lucius Olivifer Nativo (15-85), Aliters Halbbruder, Chef des Handelshauses Olivifer in Mailand,
Olivifer – Oliven tragend, Nativo ist hier ein Wortspiel, „nativ“
Tschorba, ein Begriff aus der bulgarischen Küche – Suppe

Generation 2
Fortiter (50-120), Aliters und Pumellas Sohn, Offizier in der legio I Germanica, Fortiter – tapfer
Rubeus (52-122), ihr jüngerer Sohn in Bonn, Rubeus – vom Brombeerstrauch
Nauticula (58-128), Pflegetochter in ihrem Haus, seit 73 Rubios Frau, Verkleinerung von nauta – Seemann
Poesina (43-113), Olivifer Nativos Tochter, in Augst

Römische Provinzen (85-110)

Marcus Prunus Aliter, nun Veteran der legio I Germania in Bonn
Pumella Pulchra, seine Frau
Lucius Olivifer Nativo, sein Halbbruder
Fortiter, nun legio XI Claudia in Windisch, später Heirat nach Augst
Rubeus, nun Offizier in der Hafenkommandatur in Bonn
Nauticula, nun seine Frau

Generation 3
Rubeus Minor (74-144), Nauticulas und Rubeus‘ Sohn, legio I Minervia, in Nimwegen – Rubeus der Jüngere
Nauticula Minor (76-146), ihre Tochter – Nauticula die Jüngere
C. Uvius Pino (65-145), Offizier der legio I Minervia
Uvius – abgeleitet von uva – Weintraube, Pino ist hier ein Wortspiel (Pinot)

Die Zeit der guten Kaiser (110-162)

Nauticula Minor, nun Uvius Pinos Frau
C. Uvius Pino, nun Veteran der legio I Minervia
Ubiscumquus (90-160), Fortiters Sohn in Augst – abgeleitet von ubiscumque – überall

Generation 4
Nautianus (112-192), Pinos und Nauticula Minors Sohn, Offizier der Classis Germanica, abgeleitet von nauta – Seemann
Lenticula (110-185), Pinos und Nauticula Minors Tochter, Verkleinerungsform von lens – Linse
Fabicula (115-190), Pinos und Nauticula Minors Tochter,Verkleinerungsform von faba – Bohne
Die drei Geschwister bilden die Legio Mama Victrix – Legion siegreiche Mama, legio – Legion, victrix – siegreich
Anike (130-208), Nautianus‘ Frau, aus Nimwegen
Lucianus, Lenticulas Mann, Offizier der legio I Minervia mit Einsätzen in Britannien
Verenatus (115-190), Ubiscumquus‘ Sohn, Fabiculas Mann, Verenatus – im Frühling geboren
Discordans, ein römischer Beamter, abgeleitet von discordia – Zwietrach

Bedrohte Grenzen (162-180)

Nautianus, nun Veteran der Classis Germanica
Anike, seine Frau
Lenticula, Pinos und Nauticula Minors Tochter,
Lucianus, ihr Mann, nun Veteran der legio I Minervia
Fabicula, Pinos und Nauticula Minors Tochter
Verenatus (114-186), ihr Mann

Generation 5
Vigilius (160-234), Nautianus‘ und Anikes Sohn, Vigilius – wachsam
Rubula (165-235), seine Schwester, in Bonn, später in Lyon, Rubula – die kleine Rote
Lucianus Minor, Lenticulas Sohn (135-210), Offizier der legio I Minervia, Lucianus der Jüngere

Römische Bürger (180-235)

Vigilius, Offizier der Classis Germanica
Viticula, seine Frau
Fructo (165-235), Offizier der Hilfstruppen, Gutshof an der Rheintalstraße

Generation 6
Vitus (205-285), Vigilius‘ und Viticulas Sohn Sohn, abgeleitet von vita – Leben
Florens (208-288), Fructos Sohn

Das Reich in der Krise (235-258)

Vitus, nun Offizier der Classis Germanica
Florens, nun Offizier der legio I Minervia, stationiert an der Rheintalstraße
Finno, ein germanischer Händler und puella, seine Eselin, puella – Mädchen
Petronius Alutensis, ein Legionär der I Minervia armenischer Abstammung

Frankeneinfälle (258-278)

Vitus, nun Veteran der Classis Germanica
Florens, nun Offizier der Legio I Minervia, stationiert an der Rheintalstraße

Von den historischen Personen abgesehen, sind die Menschen in dieser Geschichte frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt. Aus diesem Grund haben die meisten auch frei erfundene lateinische Namen. Richtig ist freilich, dass im römischen Germanien der dritte Namensteil, der Cognomen, auch der Rufname war, und dass hier eine Menge Phantasie zum Zug kam.