Epilog

Germania Inferior, um 280. Plündernd und mordend waren die Franken waren durchgebrochen. Einige Jahre herrschte Anarchie, dann konnte Kaiser Probus sie besiegen. Der Limes wurde aufgegeben, die Grenze des Römischen Reiches an den Rhein und die Donau zurückgenommen. Die besiegten Franken und Alemannen machte Probus zu Föderaten Roms. sie durften auf römischem Gebiet oder unmittelbar an der Grenze siedeln. sofern sie loyal waren. Nach vielen Jahren herrschte endlich wieder Frieden an der Rheingrenze. Die Freunde Vitus und Florenz stoßen an .. denn Kaiser Probus hat den Weinanbau, bisher ein Monopol Italiens, auch für andere Regionen freigegeben.

Wenig später versiegten die schriftlichen Quellen zur legio I Minervia. Kaiser Diokletian (285-305) schließlich reformierte das Heer: Fortan gab es reine Grenzheere (Limitanei), und Bewegungsheere im Hinterland (Comitatenses).

Probus und der Wein (um 278)

Nach vielen Jahren war endlich wieder Frieden an der Rheingrenze. Endlich konnten sich die Menschen in Bonn auch außerhalb des Lagers sicher fühlen. Florens und Vitus saßen am Ufer des Rheins. Dort hatten ihnen die Legionäre eine einfache Bank gebaut, einen Aussichtsplatz in der Sonne für ältere Herren. Sie lächelten ein wenig, wenn die beiden Veteranen sich langsam niederließen, und doch waren sie sehr respektvoll.

Vitus und Florens stießen mit etwas Wein an. „Gallis omnibus et Hispanis ac Brittannis hinc permisit, ut vites haberent vinumque conficerent“ , zitierten sie lautstark eine Verordnung des Kaisers Probus. „Ja, jetzt dürfen wir überall Wein anbauen.“ Die Menschen in Germania Inferior und Germania Superior waren schnell auf den Geschmack gekommen. Reben gab es an der Mosel und am Rhein längst, auch hier wurde Wein angebaut, aber noch immer galten Produktionsbeschränkungen zugunsten der Winzer in Italien aus der Zeit Kaiser Domitians. Diese hatte Probus nun aufgehoben. „Das wäre was für uns, noch Wein anzubauen“, sagte Vitus, „was meinst Du? Drüben am Drachenfels, da vor sie die Steine gebrochen haben, müsste es eigentlich gut gehen.“ Sie überredeten die Legionäre, sie noch einmal auf die andere Seite zu den Steinbrüchen am Drachenfels zu rudern. Eine kleine, unbewachsene Stelle zeigte den Platz, wo Vitus‘ Familie seit Generation ihren Verpflegungsstand aufgeschlagen hatte. Ein wenig weiter waren die Weihesteine, fast verdeckt von Gras und Feldblumen.

„Vielleicht wird irgendwann einmal der Tag kommen, wo dieser Fluss nicht mehr die Grenze ist“, sagte Vitus. Ganz entfernt meinte er, Puellas fröhliches Wiehern zu hören. Mit einem letzten Blick auf den Drachenfels dachte er: „und vielleicht es ist ja irgendwann einmal so, dass wir hier Frieden, Wein und immer fröhliche Esel haben.“

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