Geschichtsbücher berichten viel von Kaisern und Königen, Prinzen und Erzbischöfen, aber wenig von Menschen wie Ihnen und mir. Hier beim Rheindrachen möchte ich Ihnen die Geschichte aus der Sicht der Menschen erzählen.

Eine antike „verpanschte Familie“ am Rhein

In dieser Geschichte geht es um das Leben an der Rheingrenze in der Römerzeit. Wir widmen uns einer römisch-ubischen Familie, die über Generationen hier lebte. Einige von ihnen sind am Rhein geboren, andere haben ihre Wurzeln in Italien, auf dem Balkan oder noch weiter weg. Es ist eben eine antike „verpanschte Familie“, wie es Carl Zuckmayer viel später einmal ausgedrückt hat. Das ist durchaus Absicht, denn diese Geschichte ist verbunden mit einem großen Dankeschön dafür, dass wir heute im vereinten Europa leben, und dass der Rhein keine Grenze mehr ist.

Kapitel 1-3

Römischer Steinbruch am Drachenfels, Rüdenet
Römergeschichte

Die Rheingrenze

An der Rheingrenze, zur Zeit von Kaiser Claudius (41-54 n. Chr.)

Römergeschichte

Bataver-Aufstand

Gegen Ende der Regierungszeit Kaiser Neros, um 68, an der Rheingrenze

Römergeschichte

Römische Provinzen

Germania Inferior, zur Zeit der Flavischen Kaiser Vespasian. Titus und Domitian.

Kapitel 4-6

Römergeschichte

Bedrohte Grenzen

Germania Inferior und Germania Superior zur Zeit Kaiser Marc Aurels.

Kapitel 7-9

Römergeschichte

Frankeneinfälle

Germania Inferior zur Zeit der Soldatenkaiser und des Gallischen Sonderreichs.

Römergeschichte

Epilog

Germania Inferior, um 280. Plündernd und mordend waren die Franken waren durchgebrochen.

„Warum noch eine Römergeschichte?“

mögen Sie fragen, wo es doch schon viele Bücher und Websites, archäologische Parks und Erlebnismuseen gibt, in denen die römische Vergangenheit des Rheinlands wieder lebendig wird. Nun, die alten Römerstädte in unserer Region, unter ihnen Köln, Bonn, Remagen und Mainz, blicken auf eine über 2000jährige Geschichte zurück. Fast 500 Jahre lang waren sie Teil des römischen Reiches, und so begegnet uns dort die römische Vergangenheit auf Schritt und Tritt.

Das Siebengebirge lag zwar in Sichtweise der Römer in Bonn und Köln, doch auf der anderen Rheinseite – und damit auf der anderen Seite der Grenze, in Germania Magna, im Barbaricum.So war der Rhein zugleich die Grenze der römischen Provinz Germania Inferior und ihre Lebensader: Hier patrouillierten die Schiffe der Flotte, und Handelsschiffe brachten mediterrane Köstlichkeiten und vieles mehr. Am Drachenfels bauten die Römer Steine ab, in Bonn und Köln, ja sogar in Xanten und Nimwegen wurde mit Trachyt vom Drachenfels gebaut.